80-Jähriger fährt als Geisterfahrer auf der A3: Riskante Fahrt endet mit Wende im Tunnel

(Basel BS). Heute Morgen kam es auf der A3 in Fahrtrichtung Basel zu einem gefährlichen Vorfall.

Ein 80-jähriger Autofahrer befuhr die Autobahn über eine längere Strecke entgegen der Fahrtrichtung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vorfall: 80-jähriger Autofahrer als Geisterfahrer auf der A3 unterwegs
  • Zeitpunkt: Montag, 19. Oktober 2026, um 09.26 Uhr entdeckt
  • Strecke: Von der französischen Grenze bis zum Schwarzwaldtunnel
  • Gefahr: Kritische Situationen, unter anderem mit einem Töfffahrer
  • Sicherheitssystem: Automatische Erkennung des Falschfahrers
  • Schutzmassnahme: Überholspuren umgehend auf Rot geschaltet
  • Wendemanöver: Autofahrer wendet im Schwarzwaldtunnel
  • Autobahn verlassen: Über die Ausfahrt Freiburgerbrücke
  • Alkoholtest: Negativ
  • Konsequenz: Führerschein eingezogen

Um 09.26 Uhr wurde das falsch fahrende Auto auf der A3 detektiert. Es fuhr von der französischen Grenze bis in den Bereich des Schwarzwaldtunnels. Dank der schnellen Reaktion des automatischen Detektionssystems konnten die Überholspuren umgehend auf Rot geschaltet werden, wodurch die Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer erheblich reduziert wurde.

Trotz dieser Sicherheitsmassnahmen kam es zu gefährlichen Situationen, unter anderem im Zusammenhang mit einem Motorradfahrer. Glücklicherweise endeten diese jedoch ohne Unfall. Der Fahrer wendete schliesslich im Schwarzwaldtunnel und verliess die Autobahn über die Ausfahrt Freiburgerbrücke.

Der 80-jährige Fahrer konnte zu Hause ausfindig gemacht werden. Eine Atemalkoholprobe verlief negativ. Sein Führerschein wurde eingezogen.

Polizei.news informiert | Geisterfahrer und Verkehrssicherheit

Geisterfahrer auf der Autobahn: Warum jede Sekunde zählt

Geisterfahrer gehören zu den besonders gefährlichen Situationen im Strassenverkehr. Wer auf einer Autobahn entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs ist, kann innerhalb weniger Sekunden eine lebensgefährliche Frontalkollision verursachen.

Besonders kritisch ist die hohe Geschwindigkeit des Verkehrs. Treffen zwei Fahrzeuge mit jeweils 100 km/h frontal aufeinander, beträgt ihre Annäherungsgeschwindigkeit 200 km/h. Den Beteiligten bleibt entsprechend wenig Zeit, um die Gefahr zu erkennen und darauf zu reagieren.

Automatische Detektionssysteme können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leisten. Sie erkennen Fahrzeuge, die sich entgegen der erlaubten Fahrtrichtung bewegen, und ermöglichen es, rasch verkehrslenkende Massnahmen auszulösen.

Beim aktuellen Vorfall in Basel konnten die Überholspuren auf Rot geschaltet werden. Dadurch wurde die Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmenden deutlich reduziert. Trotz dieser Massnahme kam es zu kritischen Situationen.

5 wichtige Tipps: So reagieren Sie bei einer Geisterfahrer-Warnung

1. Geschwindigkeit reduzieren

Nehmen Sie das Tempo kontrolliert zurück, vergrössern Sie den Abstand zu anderen Fahrzeugen und vermeiden Sie abrupte Fahrmanöver.

2. Rechts bleiben und nicht überholen

Fahren Sie möglichst auf dem rechten Fahrstreifen und verzichten Sie auf Überholmanöver. Halten Sie sich unbedingt an rote Fahrstreifensignale.

3. Keine riskanten Ausweichmanöver

Reagieren Sie vorausschauend und vermeiden Sie unkontrolliertes Bremsen oder plötzliche Spurwechsel. Bringen Sie sich nicht durch hektische Manöver zusätzlich in Gefahr.

4. Polizei verständigen

Falls Sie selbst einen Geisterfahrer beobachten, alarmieren Sie die Polizei über die Notrufnummer 117, sobald dies gefahrlos möglich ist. Geben Sie Autobahn, Standort und Fahrtrichtung an.

5. Verkehrsinformationen beachten

Hören Sie auf Verkehrswarnungen und beachten Sie Wechseltextanzeigen, Fahrstreifensignale und Anweisungen der Polizei. Setzen Sie Ihre Fahrt erst fort, wenn dies sicher möglich ist.

Selbst falsch auf die Autobahn gefahren? Das ist jetzt entscheidend

Wer bemerkt, dass er entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf einer Autobahn unterwegs ist, muss die Situation besonders vorsichtig entschärfen.

Nicht wenden oder rückwärtsfahren: Versuchen Sie keinesfalls, auf der Fahrbahn oder in einem Tunnel umzudrehen.

Warnblinker einschalten: Machen Sie andere Verkehrsteilnehmende auf die Gefahr aufmerksam und halten Sie das Fahrzeug möglichst weit am Fahrbahnrand an, ohne weitere Risiken einzugehen.

Polizei über 117 alarmieren: Melden Sie Ihren genauen Standort und befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.

Auf Hilfe warten: Setzen Sie die Fahrt nicht eigenmächtig fort. Verlassen Sie das Fahrzeug nur, wenn dies sicher möglich und notwendig ist, und halten Sie sich von der Fahrbahn fern.

Wichtig: Ein Wendemanöver auf der Autobahn oder in einem Tunnel kann für sämtliche Beteiligten lebensgefährlich sein. Bei einer Falschfahrt gilt: Nicht versuchen, die Situation durch eigenmächtiges Wenden zu korrigieren, sondern sofort die Polizei verständigen.

 

Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt
Bildquelle: Symbolbild © Dirk von Mallinckrodt/iStock.com