Vortritt missachtet: Mercedes-Lenkerin (18) löst heftigen Unfall aus

(Oftringen AG). Am Samstagabend kollidierte eine Automobilistin mit einem vortrittsberechtigten VW.

Eine Person wurde leicht verletzt. An allen Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfall: Samstag, 17. Oktober 2026
  • Zeit: Kurz nach 18 Uhr
  • Ort: Wiggertalstrasse / Aeschwuhrweg in Oftringen
  • Beteiligte Fahrzeuge: Mercedes-Benz, VW Polo und ein drittes Auto
  • Mercedes-Lenkerin: 18-jährige Neulenkerin
  • VW-Lenkerin: 37 Jahre alt
  • Unfallhergang: Missachtung des Vortritts beim Linksabbiegen
  • Folgekollision: VW schleudert gegen Inselschutzpfosten und weiteres Auto
  • Verletzungen: VW-Lenkerin leicht verletzt
  • Sachschaden: Totalschaden am VW, leichte Schäden an den beiden anderen Autos
  • Polizeiliche Massnahme: 18-Jährige bei Staatsanwaltschaft verzeigt

18-jährige Mercedes-Lenkerin missachtet Vortritt

Der Unfall ereignete sich am Samstag, 17. Oktober 2026, kurz nach 18.00 Uhr auf der Wiggertalstrasse in Oftringen. Eine 18-jährige Lenkerin war mit einem Mercedes-Benz auf dem Aeschwuhrweg unterwegs.

Gleichzeitig näherte sich ein VW Polo auf der Wiggertalstrasse, der von Zofingen in Richtung Rothrist fuhr. Als die Lenkerin des Mercedes-Benz nach links abbog, missachtete sie den Vortritt des korrekt entgegenkommenden VW, worauf es zur Kollision kam.



VW schleudert gegen Inselschutzpfosten und drittes Auto

Durch die Kollision geriet der VW ins Schleudern, prallte gegen einen Inselschutzpfosten und stiess danach mit einem dritten Auto zusammen, das von Rothrist in Richtung Zofingen unterwegs war.

37-jährige VW-Fahrerin verletzt – Totalschaden am Auto

Die 37-jährige Lenkerin des VW zog sich leichte Verletzungen zu. Die anderen Beteiligten blieben unverletzt. Am VW entstand Totalschaden. Die beiden anderen Fahrzeuge wurden leicht beschädigt.

Kantonspolizei Aargau verzeigt 18-jährige Neulenkerin

Die Kantonspolizei Aargau hat die Ermittlungen aufgenommen und verzeigte die 18-jährige Neulenkerin bei der zuständigen Staatsanwaltschaft.

Polizei.news informiert | Verkehrssicherheit

Linksabbiegen an Kreuzungen: Warum die Geschwindigkeit des Gegenverkehrs oft täuscht

Beim Linksabbiegen müssen Autofahrer innerhalb kurzer Zeit mehrere Dinge gleichzeitig beurteilen: die Entfernung entgegenkommender Fahrzeuge, deren Geschwindigkeit, die Verkehrssignalisation und den freien Raum für das eigene Abbiegen.

Besonders anspruchsvoll wird die Situation, wenn Fahrzeuge auf der Hauptstrasse rasch näher kommen oder andere Autos die Sicht teilweise verdecken.

Vier Tipps für sicheres Linksabbiegen

  • Frühzeitig einordnen: Tempo reduzieren, Abbiegeabsicht anzeigen und die vorgesehene Fahrspur benutzen.
  • Gegenverkehr richtig einschätzen: Nicht nur auf die Entfernung achten, sondern auch auf die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge.
  • Bei Unsicherheit warten: Eine vermeintlich ausreichende Lücke muss nicht tatsächlich gross genug sein.
  • Zweiräder mitdenken: Velos und Töffs können aufgrund ihrer schmalen Silhouette leichter übersehen oder in ihrer Geschwindigkeit falsch eingeschätzt werden.

Wie schnell schliesst sich eine Lücke im Gegenverkehr?

Ein Auto mit 50 km/h legt pro Sekunde rund 14 Meter zurück. Bei 80 km/h sind es bereits gut 22 Meter.

Das bedeutet: Ein Fahrzeug, das zunächst noch 100 Meter entfernt ist, benötigt bei konstanter Geschwindigkeit von 50 km/h rechnerisch rund 7,2 Sekunden bis zum eigenen Standort. Bei 80 km/h sind es nur noch 4,5 Sekunden.

Solche Werte zeigen, wie stark die Geschwindigkeit des Gegenverkehrs die verfügbare Zeit beeinflusst. Das tatsächliche Abbiegen hängt zusätzlich von der Kreuzungsgeometrie, der Sicht und der Beschleunigung des eigenen Fahrzeugs ab.

Auch nach der ersten Kollision kann es gefährlich werden

Wird ein Fahrzeug durch einen seitlichen Anprall aus seiner Spur gedrückt, kann es unkontrolliert weiterrollen oder schleudern. Dadurch können weitere Fahrzeuge, Verkehrseinrichtungen oder Personen gefährdet werden. Ein angemessener Sicherheitsabstand und eine vorausschauende Fahrweise helfen, das Risiko zusätzlicher Kollisionen zu reduzieren.

 

Quelle: Kantonspolizei Aargau / Polizei.news
Bildquelle: Kantonspolizei Aargau

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