„App-gelenkt?“ – Polizei zeigt, warum der Blick aufs Handy zu Fuss schnell gefährlich wird

(Schweiz). Seien Sie aufmerksam und lassen Sie sich im Strassenverkehr nicht ablenken – auch wenn Sie zu Fuss unterwegs sind.

Viele Fussgänger unterschätzen im Strassenverkehr die Risiken, die durch die Nutzung des Handys entstehen können und bringen sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

Auch Fussgänger können „App-gelenkt“ sein

Die Kantonspolizei Zürich macht mit ihrer Präventionskampagne „App-gelenkt?“ auf die Gefahren von Ablenkung im Strassenverkehr aufmerksam.

Dabei richtet sich die Botschaft ausdrücklich nicht nur an Auto-, Töff- oder Velofahrer. Auch wer zu Fuss unterwegs ist und sich auf sein Smartphone konzentriert, nimmt seine Umgebung schlechter wahr.



Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass im Strassenverkehr die volle Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer wichtig ist. Laut Polizei ist jeder vierte Unfallverursacher abgelenkt; rund 4’000 Verkehrsunfälle pro Jahr werden mit Ablenkung in Verbindung gebracht.

📱🚶 Handy runter, Kopf hoch: So bleibt der Fussweg sicher

👀 Der Verkehr braucht Ihre Augen
Wer eine Nachricht liest, eine App bedient oder auf den Bildschirm schaut, kann Verkehrssignale, Fahrzeuge und andere Personen zu spät bemerken. Die BFU empfiehlt deshalb ausdrücklich, das Handy auch zu Fuss in der Tasche zu lassen und den Verkehr im Blick zu behalten.

🚦 Besonders wichtig beim Überqueren einer Strasse:
Vor dem Betreten der Fahrbahn Smartphone weglegen, bewusst nach links und rechts schauen und sich nicht darauf verlassen, dass andere Verkehrsteilnehmende die Situation bereits erkannt haben.

🎧 Nicht nur der Bildschirm lenkt ab
Auch laute Musik oder Telefonate können die Wahrnehmung einschränken. Warnsignale, herannahende Fahrzeuge oder Velos werden unter Umständen später bemerkt. Die BFU weist darauf hin, dass beim Telefonieren und insbesondere bei lauter Musik auch das Hören wichtiger Umgebungsgeräusche beeinträchtigt werden kann.

🌙 Im Dunkeln kommt noch ein Risiko dazu
Fussgänger sind bei Dunkelheit ohnehin schwieriger zu erkennen. Der TCS beziffert das Unfallrisiko zu Fuss im Dunkeln auf das Dreifache gegenüber dem Tag; bei Regen, Schnee oder Gegenlicht kann es noch deutlich höher liegen. Helle Kleidung und reflektierende Elemente helfen, früher gesehen zu werden.

✅ Die einfache Drei-Sekunden-Regel:
Vor Kreuzungen, Fussgängerstreifen und Einfahrten: Handy weg, Blick hoch, Umgebung prüfen. Erst danach weitergehen. Ein kleiner Unterbruch beim Scrollen kann einen grossen Unterschied machen.

💡 Noch einfacher:
Wer unterwegs unbedingt etwas am Smartphone erledigen muss, bleibt kurz an einem sicheren Ort stehen. Genau diesen Grundgedanken vermittelt auch die Präventionskampagne der Kantonspolizei Zürich: Den Verkehr im Blick behalten und das Handy weglegen.

Ablenkung gehört zu den häufigsten Unfallursachen

Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung bezeichnet Unaufmerksamkeit und Ablenkung als eine der zentralen Gefahren im Strassenverkehr. Bei 31 Prozent der schweren Verkehrsunfälle spielen Unaufmerksamkeit und Ablenkung eine Rolle.

Die Botschaft der Prävention ist deshalb einfach: Multitasking vermeiden, das Smartphone unterwegs möglichst in der Tasche lassen und die Aufmerksamkeit dem Verkehr widmen.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich (bearbeitet von Polizei.news)
Bildquelle: Symbolbild © Vladimir Sukhachev/Shutterstock.com

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