Schweiz: Fake-Interdiscount lockt mit TV, Laptop und Konsole zum Schnäppchenpreis

Ein vermeintlicher Räumungsverkauf im Namen von Interdiscount lockt mit stark reduzierten Elektronikartikeln.

Die Angebote sind jedoch zu gut, um wahr zu sein.

Die Betrugsmasche

In der betrügerischen E-Mail wird behauptet, Interdiscount müsse sein Geschäft aufgrund internationaler Konflikte dauerhaft schliessen. Deshalb gebe es nur für kurze Zeit besondere Räumungsangebote zu angeblich unvergleichlich günstigen Preisen. Vorab sei lediglich eine Reservierungsgebühr von CHF 2.95 fällig, weitere CHF 50.– könnten nach der Lieferung bezahlt werden.

Screenshot einer betrügerischen E-Mail



Auf der Website werden die Besuchenden zunächst durch eine kurze Umfrage geführt. Zusätzlich erscheint ein persönlicher Bonuscode, mit dem das angebliche Angebot eingelöst werden könne. Nach der Umfrage werden stark vergünstigte Produkte angezeigt, darunter ein Fernseher, ein Laptop, eine Spielekonsole oder ein Staubsaugerroboter. Alle Produkte sollen zum versprochenen Preis von CHF 2.95 erhältlich sein.

Screenshots der gefälschten Website




Zum Schluss müssen scheinbar nur noch Daten wie Name und Lieferadresse eingegeben und die vermeintliche Reservierungsgebühr von CHF 2.95 bezahlt werden. Dabei versuchen die Cyberkriminellen, einen höheren Betrag von der Kreditkarte abzubuchen und die Zahlungsdaten für spätere Belastungen abzugreifen.

Screenshots der gefälschten Website


 



Was muss ich tun

  • Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
  • Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- resp. Spam-Ordner.
  • Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS, etc. oder von anderen Websites, da diese optisch verändert sein können.
  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
  • Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität des E-Mails zu klären.

Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Informieren Sie umgehend Ihr Finanzinstitut und lassen Sie die involvierten Bank-/Debitkarten sperren.
  • Falls Sie den Betrügern Ihre Adressdaten übermittelt haben, seien Sie in naher Zukunft wachsam, was ungewöhnliche Bestellungen oder Rechnungen in Ihrem Namen angeht, die Sie nicht in Auftrag gegeben haben.
  • Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.

 

Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch

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